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21
11
2016

Warum Dein Marketing nicht funktioniert

von Bianca 0

Wunschkunden in Sicht? Oder eher nicht?

  • Versuchst Du, Dein Business bekannt zu machen?
  • Endlich sichtbar zu werden?
  • Wünschst Du Dir sehnlichst mehr Kunden oder Umsatz?
  • Probierst jede Menge Online-Marketing-Tools aus?
  • Erstellst Freebies, kreierst Landingpages, versuchst Dich an kostenlosen Webinaren?
Du hast also die Idee. Ein tolles Angebot. Die Hingabe für Dein Business. Jetzt muss die Welt davon erfahren!

Also machst Du viel für Deine Sichtbarkeit, auch wenn Dein Budget nicht groß ist. Du weißt auch, wie wichtig es ist, einen tollen Newsletter zu haben und ihn an viele interessierte Menschen verschicken zu können, damit sie irgendwann einmal zu Kunden werden. Also kämpfst Du Dich auch durch dieses Thema – mit allen rechtlichen und technischen Hürden.
Gibst Dir richtig Mühe.
Opferst viel Zeit für Dein Marketing, obwohl Du die eigentlich lieber für Dein eigentliches Business nutzen würdest.

Heutzutage scheint es ganz besonders einfach zu sein:

  • Eine Website professionell entwerfen lassen oder schnell selber machen
  • Blogartikel darauf veröffentlichen, ein paar Pressemitteilungen im Internet streuen, auf Facebook, Twitter & Instagram ein paar originelle Posts veröffentlichen, vielleicht sogar Werbung schalten – und schon kommen die Kunden …

… aber irgendwie nicht so zahlreich, wie Du Dir das erhofft hattest. Oder sie kommen, aber entsprechen nicht Deinem Wunschkunden. Auch so ein Thema, mit dem Du Dich lange beschäftigt hast.

Wenn Marketing nicht funktioniert

An dieser Stelle möchte ich einhaken – wie lange hast Du Dich WIRKLICH mit Deinem Wunschkunden auseinander gesetzt?
Denn wenn Dein Marketing bisher nicht die Früchte trägt, die es sollte, liegt hier einer der Knackpunkte.

Der Begriff WUNSCHkunde ist übrigens nicht ungefährlich und hat seine Tücken.

Ich habe in der Vergangenheit bei vielen Gründern und Selbstständigen – ganz besonders bei Solopreneuren – festgestellt, dass sie oft folgenden Weg einschlagen:

Sie haben eine großartige Geschäfts-Idee. Manchmal, weil sie Infos erhalten, die eine große Chance für sie verheißen.
Manchmal, weil sie so sehr für ein Thema brennen, dass sie es auch anderen Menschen zugänglich machen möchten.

Am Anfang steht das „ICH“ …

Zu Beginn ist da also ganz oft das ICH mit dem Wunsch nach Selbstverwirklichung.
Das beflügelt regelrecht. Und weil man sich ja selbst in der jeweiligen Szene tummelt, weiß man ziemlich genau, dass es auch einen großen Markt dafür gibt. Und man kennt die Zielgruppe auch recht genau – schließlich ist man selbst Teil davon! Perfekt! Wirklich?

Jetzt wird das beste Angebot erschaffen, das man sich vorstellen kann. Man orientiert sich einfach an dem, was am Markt schon funktioniert, macht es noch besser – nach eigenem Ermessen natürlich – als das, was es bereits gibt. Es ist eine regelrechte Mission!

… am Ende das Marketing

Und wenn dann alle Hürden genommen sind, wird einem klar, dass die Leute jetzt ja noch irgendwie davon erfahren müssen. Also kommt das Marketing.

Eigentlich fängt Marketing ja viel früher an – nämlich bei der Entwicklung des Angebotes. Aber jetzt ist das ja nunmal schon da und es ist großartig und daher soll jetzt die Werbetrommel gerührt werden!

Für das Marketing –  oder die Sichtbarkeit, wie es überall heißt – wird nun der Wunschkunde analysiert, damit er sich angesprochen fühlt.

Aber, ganz ehrlich – der Kunde soll ja nicht das Marketing kaufen. Er soll das Angebot toll & wertvoll finden. Das Marketing soll ihn ja nur dorthin führen! Hier stimmt also etwas nicht…

Es gibt ein paar Dinge, die nun schief laufen können. Ein paar Beispiele:

  • Du ziehst mit Deinem Marketing zwar Deine Wunschkunden an, aber mit Deinem Angebot können sie nicht viel anfangen.
  • Du ziehst Menschen an, die Du gar nicht anziehen wolltest.
  • Deine Wunschkunden bleiben aus, weil sie zwar Dein Angebot toll finden würden, aber von Deinem Marketing nicht angesprochen werden und daher nichts davon erfahren.
  • Die Menschen sind begeistert von Deinen Freebies, aber sie werden trotzdem nicht zu Kunden.

Was ist da passiert?

Schauen wir uns doch mal an, wie der Ablauf in einem Schema aussieht:

Der Wunschkunde kommt sehr oft erst ganz zum Schluß ins Spiel – nämlich dann, wenn es um das Marketing geht. Um Freebies, Landingpages, Facebook-Ads.

Möglicherweise ist das ja auch der Grund dafür, dass so viele sich schwer tun mit „Verkauf“. Weil sie spüren, dass da irgendetwas nicht so ganz stimmig ist.

Zu viel "ICH"?

Ich höre Dich gerade laut protestieren. Natürlich hast Du Deinen Kunden immer im Kopf gehabt! Du willst ihn schließlich an etwas wirklich Wertvollem, von dem Du selbst total überzeugt bist, teilhaben lassen. Du willst ihm nicht einfach nur irgendetwas andrehen. Du nimmst Deine Vision, Deine Aufgabe ernst!

Unter uns: Natürlich weiß ich, dass ich das alles gerade in Extremen formuliere. Und natürlich gehe ich davon aus, dass Du Dir auch schon vorher Gedanken um Deine Zielgruppe gemacht hast.

Aber bitte beantworte Dir selbst einfach mal die Frage, ob Du ganz am Anfang vielleicht folgende oder ähnliche Gedanken hattest:

  • „Ich bin total begeistert von meiner Geschäftsidee! Das ist es, was ich wirklich will! Damit kann ich mich verwirklichen!“
  • „Ich habe selbst so tolle Erfahrungen damit gemacht, das möchte ich unbedingt auch mit anderen teilen!“
  • „Ich kenne mich in dem Thema richtig gut aus und kenne viele, die sich auch dafür begeistern.“
  • „Ich kenne mich in dem Thema richtig gut aus und kenne viele, die sich auch dafür begeistern SOLLTEN. Es würde ihnen helfen.“
  • „Ich habe einmal an einem oder mehreren Seminaren, Coachings, Trainings teilgenommen oder habe dieses oder jenes Produkt gekauft und da wusste ich: Das will ich auch machen!“
  • „Das, was ich anbiete, ist so sinnvoll und hilfreich. Ich bin froh, anderen damit weiterhelfen zu können. Das ist meine Berufung.“

Wenn Du das alles mit JA beantworten kannst, ist das toll, denn Du stehst wirklich hinter Deinem Business! Aber: Es ist nur die halbe Miete.

Falls Du das ganze nur als Hobby siehst, ist es natürlich perfekt so. Dann ist es die ganze Miete.

Aber ich vermute, Du möchtest auch etwas damit verdienen. Vielleicht irgendwann sogar mal davon leben können. Geht es nicht genau darum? Mit etwas Sinnvollem und Erfüllendem für Dich UND Deine Kunden Deinen Lebensunterhalt zu verdienen?

Ich bitte Dich, einfach zu überlegen, ob Du zu Beginn vor lauter Begeisterung vielleicht zu viel Fokus auf „ICH“ gelegt hast und irgendwie davon ausgegangen bist, dass Du die Zielgruppe kennst, weil Du ja schließlich selbst dazu gehörst.

Nicht mal 2/3 kennen den Kundennutzen ...

Wusstest Du, dass sich laut DIHK Gründerreport 2015 nicht einmal 2/3 der Gründer ausreichend Gedanken über den Kundennutzen machen?
Dass 30% zugeben, unklare Vorstellungen über Ihre Zielgruppe zu haben?
Und dass mehr als 1/4 der Gründer ihre Produktidee nicht richtig beschreiben können?

Interessant auch die Entwicklung: Nachdem sich diese Zahlen in den Jahren 2012 und 2013 positiv entwickelt hatten, ist seitdem wieder eine Verschlechterung eingetreten.

Es ist ja auch nachvollziehbar! Da brennt man leidenschaftlich für ein Thema, identifiziert sich – und wir haben nunmal alle eine sehr subjektive Brille auf! Wir können gar nicht anders, als erst einmal von uns auszugehen.

Erst, wenn dann die Kunden ausbleiben oder der Umsatz nur schleppend in Fahrt kommt, fällt einem „die Lösung“ ein: Na klar, Marketing muss her! Sich aber erst dann Gedanken über den Wert und Nutzen für die Zielgruppe zu machen, ist wie eine Ehetherapie vorzuschlagen, NACHDEM der Ex-Ehepartner schon zum zweiten Mal wieder neu verheiratet und nach Timbuktu ausgewandert ist. Klassischer Fall von ZU SPÄT.

Die Medien hypen den schnellen Marketingerfolg

Es scheint aber auch wie verhext!

Da liest man doch ständig und überall, dass irgendwelche Startups oder Gründer über NACHT Millionen …..  (Euro, Follower, Kunden, bitte Beliebiges einsetzen) gemacht haben – mit einer einzigen tollen Marketingaktion.

Vergiss das! Entweder stecken da Millionen (diesmal: EURO) drin, super Connections oder einfach nur Glück.

Was dagegen zuverlässig und wiederholbar funktioniert, folgt immer dem gleichen Prinzip – ist aber unsexy und gibt nicht so schöne Schlagzeilen: Werthaltigkeit, Kundennutzen, Fleiß und Ausdauer
.

Und ein Marketing dass eben nicht wie ein bisschen Zielgruppen-Zuckerguss über einen Kuchen gegossen wird, der dem „WUNSCH“-Kunden möglicherweise gar nicht schmeckt!

Hast Du Lust auf Mehr als Zuckerguss?

Was denkst Du, wenn ich Dir vorschlage, jetzt erst einmal „die Werbung“ zu drosseln und mit echtem Marketing anzufangen? An der Wurzel?

Ich verspreche Dir nicht 10.000 Facebook-Fans in zwei Wochen – aber die Chance, bereits den Kern Deines Unternehmens – seinen Herzschlag – an Deinem Wunschkunden (eigentlich mag ich das Wort gar nicht mehr nutzen!) auszurichten, so dass Deine ganze Kommunikation (ja, damit meine ich Marketing) nach draußen echter, authentischer und „leichter“ wird.

Aber: Das ist nichts für die „Reich-über-Nacht“-Fraktion. Das ist eher etwas für die „Packen wir es an“-Bewegung.

Gehörst Du dazu?

Dann hol Dir kostenlos meinen „Vierteiler“ für ein Marketing, das begeistert.
Wenn Du Deinem Kunden also nichts mehr verkaufen, sondern ihn im Sturm erobern willst und bereit bist, dafür auch über Wert und Wertschätzung nachzudenken, leg los!

Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.

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