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04
03
2015
Motiviert sein reicht nicht, wenn Du nichts ins Handeln kommst.

Warum Motivation allein nichts bringt

von Bianca 0

Motivation wird nicht ausreichen, um Dich ans Ziel zu bringen. 

Viele Menschen sind hoch motiviert – zum Beispiel in ihrem Job – kommen aber dennoch nicht dort an, wo sie hin wollen.

Das ist nicht so verwunderlich, wie es auf den ersten Blick scheint.

Ein Motiv ist nämlich nichts anderes als ein Beweggrund. Es ist etwas, das jemandem erstrebenswert erscheint. Mehr nicht.

  • Das Motiv, um abzunehmen und mehr Sport zu treiben kann der bevorstehende Strandurlaub sein, bei dem man mit einem schlanken Astralkörper glänzen will.
  • Jemand, der regelmäßig und freiwillig viele Überstunden macht und morgens grundsätzlich der Erste am Arbeitsplatz ist, hat möglicherweise eine Gehaltserhöhung als Motiv.

Dein Motiv ist also Dein Ziel – etwas, das Du erreichen willst.

Wenn Du eine sehr hohe Motivation hast, willst Du etwas unbedingt.

Das steigert die Chancen, dass Du es erreichst, schon mal enorm.

Um es aber tatsächlich zu erreichen, muss jetzt noch etwas passieren, ins Rollen gebracht, in Bewegung kommen: Du musst HANDELN.

Du kannst Dich noch so lange auf Dein Motiv konzentrieren, es Dir ausmalen, es in schillerndsten Farben visualisieren – es wird nichts geschehen, wenn Du nicht damit beginnst, etwas dafür zu TUN, dass Du es erreichst.

Okay, das ist jetzt nichts wirklich Neues. Warum aber fällt dann genau das – das Handeln – vielen Mensch so schwer?

Willenskraft macht den Unterschied

Die Antwort ist einfach: Ihnen fehlt es an etwas Wesentlichem – an purer Willenskraft!

  • Deine Willenskraft ist es, die Dich schlechte Gewohnheiten überwinden lässt.
  • Sie gibt Dir die Kraft, Dich nicht von Deinen Emotionen und Launen zu etwas verführen zu lassen, was Dich von Deinem Ziel entfernt.
  • Sie bezwingt die Zigarettensucht, den Griff zur Chipstüte – oder ganz generell: Deinen inneren Schweinehund.

Das nennt man Fähigkeit zur Selbststeuerung. Nur wer sie hat, geht ganz gepflegt mit dem Schweinehund Gassi. Wer sie nicht hat, wird von ihm kreuz und quer durch das Feld der Verlockungen gezerrt.

Stell Dir folgendes Szenario vor: 

Du hattest einen schlechten Tag. Du hast morgens verschlafen und musstest Dich abhetzten, um noch pünktlich an Deinem Arbeitsplatz anzukommen. Im Job hattest Du Ärger mit einem Kollegen, der seine Nase immer wieder in Deine Angelegenheiten steckt, obwohl sie ihn nichts angehen.

Auf dem Nachhauseweg hast Du eine Stunde im Stau gestanden und zu Hause findest Du nun zu allem Überfluss nicht das im Kühlschrank, auf was Du Dich die ganze Zeit schon gefreut hast.

Ob Du jetzt noch an Deinem Plan für eine Sporteinheit festhältst oder einfach nur genervt auf die Couch fällst und den Rest des Abends mit dem TV-Programm verbringst, hängt maßgeblich von Deiner Fähigkeit zur Selbststeuerung ab.

Beherrschst Du Deine Launen, Emotionen und Gewohnheiten oder beherrschen sie Dich?

Motivation als Zünglein an der Waage

Es geht um den ewigen Kampf zwischen Deinen Gewohnheiten und Emotionen inklusive durch sie verursachte, reflexartige Reaktionen (zum Beispiel: Stress = rauchen, Chips essen) einerseits und Deiner Willenskraft andererseits.

Deine Motivation spielt hierbei durchaus eine tragende Rolle, da sie Deine Willenskraft umso besser unterstützen kann, je stärker sie selbst ist.

Und wann ist sie am stärksten? 

Genau – wenn Deine Ziele – also Motive – wirklich mit Dir selbst zu tun haben. 

Es dürfen keine Ziele sein, die man sich halt so setzt, weil es alle machen.

Deshalb klappt das mit den guten Vorsätzen an Silvester meist eben auch nicht oder nur in den Fällen, in denen die Standard-Vorsätze auch tatsächlich mit Deinen eigenen, echten Zielen übereinstimmen. Dann, wenn Deine Motivation also wirklich von innen kommt.

Deshalb ist es auch höchst unergiebig, wenn ein Vorgesetzter seinen Mitarbeitern irgendwelche Ziele vor die Nase setzt, die sie erreichen sollen, ohne dass sie selbst dahinter stünden. So funktioniert es eben nicht.

Es ist wie mit einem Auto: Das fährt auch nur, wenn der Motor innen drin – also eingebaut – ist und nicht, wenn er ausgebaut daneben liegt.

Ganz simpel geht es um die Frage: Was willst Du WIRKLICH?

Alles oder nichts?

Problematisch ist, dass wir meistens sehr viel mehr Motive haben als Willenskraft, um diese zu erreichen. Wer alles will, steht daher am Ende oft mit gar nichts da.

Die eigenen, echten, persönlichen Ziele zu kennen ist daher nur der erste Schritt. Anschließend solltest Du genau überprüfen, welche davon Du unbedingt möglichst schnell erreichen willst und welche eventuell noch Zeit haben. Konzentrieren musst Du Dich dann zunächst auf die, die Dir momentan am wichtigsten sind.

Gedankenanstoß für mehr Motivation

Hier im Blog sorgen wir gemeinsam dafür, dass wir Deiner Willenskraft ordentlich Zunder geben, indem wir ihr Deine ganz persönlichen, echten Motive und Ziele als Sidekick zur Seite stellen.

Als kleines Warm-up dafür möchte ich Dich heute bitten, Dich gedanklich mit dem Boxkampf Deiner Selbststeuerung zu beschäftigen. In der blauen Ecke hüpfen frech Deine Emotionen und Gewohnheiten auf und ab, in der roten Ecke rücken Deine Willenskraft und Deine Motivation die Boxhandschuhe zurecht.

  • Wer geht aus Deinem persönlichen Boxring gewöhnlich als Sieger hervor und wer geht eher regelmäßig K.O. und wird ausgezählt?
  • Bei welchen Zielen/Motiven hattest Du bisher eine gute Selbststeuerung, bei welchen weniger?
  • Überprüfe die Ziele/Motive – waren es wirklich Deine eigenen oder kamen sie eher durch Beeinflussung von außen zustande?
  • Wie hoch war Deine jeweilige Motivation?
  • Auf einer Skala von 1 bis 10 – wo würdest Du Deine Willenskraft durchschnittlich ansiedeln?
  • Überprüfe ganz generell Deine Motivation. Was motiviert Dich? Das ist auch eine Frage, den sich gerade Selbstständige immer wieder stellen sollten.

Der Sinn dieser Übung ist natürlich nicht, alle Motive Deiner Vergangenheit zu überprüfen! Es geht vielmehr darum, ein Gefühl für die Thematik zu entwickeln, um zukünftig BEWUSSTER damit umzugehen und zu merken, wenn eine listige, kleine Gewohnheit mal wieder die gesamte Motivation zu sabotieren droht. Und es geht selbstverständlich darum, zu verstehen, warum es so wichtig ist, dass Deine Ziele und Motive wirklich von innen kommen – nur dann hat Deine Willenskraft eine Chance, nicht nach der ersten Runde in den Seilen zu hängen.

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Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.

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