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20
01
2014
Tageslichtlampen gegn den Winterblues

Tageslichtlampe – Sonne auf Knopfdruck

von Bianca 0

Wenn die Tage in Herbst und Winter dunkler werden, verfinstert sich bei vielen Menschen auch das Gemüt. Nicht jeder leidet darunter gleich stark. Einige Menschen jedoch spüren die Verstimmtheit so stark, dass sie den Alltag deutlich beeinflussen kann. 

Tageslichtlampen gegn den Winterblues

Eine echte saisonal abhängige Depression – kurz und durchaus treffend SAD (engl. für traurig) genannt – kann möglicherweise vorliegen, wenn folgende Punkte zutreffen:

  • In mindestens zwei aufeinanderfolgenden Jahren treten in den Wintermonaten Stimmungsschwankungen mit depressiven Zügen auf. Dabei zeigt sich eine gewisse Lethargie, Antriebslosigkeit oder Schwermut, manch einer verspürt auch die Neigung, sich zurück zu ziehen. Diese Grundstimmung wird oft begleitet von
  • Größerem Appetit
  • Heißhungerattacken auf deftige, schwere Speisen und auf kolenhydrathaltige Gerichte wie Nudeln oder Süsses
  • Müdigkeit und größeres Schlafbedüfnis
  • Gewichtszunahme

Wenn die Tage wieder länger und heller werden, bessert sich auch die Stimmung wieder. Wer betroffen ist und solange nicht warten will, kann seiner Stimmung mit einer Tageslichtlampe auf die Sprünge helfen.

Wie wirkt Licht auf die Psyche?

Grob vereinfacht kann man sagen, dass es in der Netzhaut des Auges Rezeptoren gibt, die helles Tageslicht wahrnehmen und entsprechende Signale an das Gehirn weiterleiten, welches mit der Ausschüttung von Serotonin reagiert. Serotonin sorgt unter anderem dafür, dass wir wach und ausgeglichen sind und uns gut fühlen – es ist im Volksmund auch als Glückshormon bekannt. Bei Lichtmangel wird hingegen im Gehirn eher Melatonin – das Schlafhormon – ausgeschüttet.

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Lichtstärke wird in Lux gemessen – bis zu 100.000 Lux sind es an einem Sonnentag im Freien, für einen Bildschirmarbeitsplatz werden gerade einmal 500 Lux gefordert. Lichtmangel ist also in der dunklen Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Morgens ist es noch dunkel, im Büro gibt es in der Regel auch nicht viel Lux und Abends auf dem Heimweg ist es schon wieder dunkel. Der Melatoninspiegel bleibt dauerhaft erhöht, der Serotoninspiegel bleibt auf niedrigem Niveau.

Diesem Geschehen kann man im Herbst und Winter mit einer für die Lichttherapie geeigneten Tageslichtlampe vorbeugen. Neben entsprechenden Therapien in Arztpraxen gibt es verschiedene Modelle der Tageslichtlampe auch für die eigenen vier Wände.

Merkmale einer guten Tageslichtlampe

Damit sich auch mit der eigenen Tageslichtlampe gute Ergebnisse erzielen lassen, sollte sie folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Die Tageslichtlampe muss als zur Lichttherapie geeignet ausgewiesen sein.
  • Eine Beleuchtungsstärke von mindestens 2.500 bis 10.000 Lux sollte gewährleistet sein. 
  • Die Tageslichtlampe darf kein UV-Licht abgeben, um Augen und Haut nicht zu schädigen.
  • Die Tageslichtlampe sollte blend- und flimmerfrei sein.

Man sollte stets die Herstellerangaben zur Handhabung beachten. Dort ist meist auch ein Hinweis zu finden, in welchem Abstand man für welche Zeitdauer vor der Tageslichtlampe sitzen sollte, um eine genügend hohe Lichtintensität zu erzielen.

!Achtung: Ein Solarium eignet sich NICHT für die Lichttherapie! Das Licht muss über die geöffneten Augen aufgenommen werden und insbesondere die UV-Strahlen im Solarium, die für die Hautbräunung benötigt werden, können die Augen nachhaltig ernsthaft und irreparabel schädigen. Auch könnte die empfohlene Anwendungsdauer der Lichttherapie zu Verbrennungen der Haut führen. Hier sollten niemals Experimente durchgeführt werden!

Ausschließlich Tageslichtlampen, die gezielt zur Lichttherapie produziert werden, bieten ausreichend Sicherheit. 

Wirksamkeit der Tageslichtlampe

Die Wirksamkeit von Tageslichtlampen bei SAD ist mittlerweile gut erforscht und belegt.

Erste Besserungen der Stimmung können bereits nach wenigen Tagen einsetzen, in der Regel sollen nach zwei Wochen gute Erfolge spürbar werden. Aber es gibt auch Fälle, in denen eine Tageslichtlampe leider wirkungslos bleibt. Depressionen, die nicht auf Lichtmangel zurückzuführen sind, sind natürlich auch nicht für eine Therapie mit einer Tageslichtlampe vorgesehen – hier kann höchstens ausprobiert werden, ob sie als Unterstützung zu anderen Therapieformen eingesetzt werden sollte.

Eine Tageslichtlampe, die wir empfehlen können, da wir sie selbst getestet haben, ist die EnergyLight HF3319 von Phillips>>Hier geht es zu unserem Testbericht.

Lichttherapie erst nach OK durch den Arzt

Wer mit der Anschaffung einer Tageslichtlampe liebäugelt, sollte vorher mit seinem Arzt abklären, ob die vorliegenden Symptome tatsächlich auf SAD zurückzuführen sind oder ob eine andere Grunderkrankung vorliegt.

Dem Arzt sollten auch alle Medikamente genannt werden, die regelmäßig oder sporadisch eingenommen werden, weil manche die Lichtempfindlichkeit erhöhen können. Dies gilt auch für frei verkäufliche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel. Johanniskraut zum Beispiel, welches gerne bei depressiven Verstimmungen eingenommen wird, enthält die Lichtempfindlichkeit erhöhende Wirkstoffe.

Zudem wird ein Arzt beurteilen, ob zu einer Therapie mit einer Tageslichtlampe noch weitere Maßnahmen, beispielsweise in Form von Medikamenten, hinzukommen müssen.

Auch die Augen sollten in jedem Fall kontrolliert werden. Bei bestehenden Augenerkrankungen ist grundsätzlich Vorsicht geboten!

Nebenwirkungen durch die Tageslichtlampe sind scheinbar eher selten und äußern sich möglicherweise in anfänglichen Kopfschmerzen oder trockenen Augen, eventuell einer leichten Übelkeit. Diese Nebenwirkungen sind aber wohl recht gut zu ertragen und verschwinden nach einigen Tagen. Auch hierzu muss aber vorab noch einmal der Arzt des Vertrauens befragt werden.

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Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.