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12
2013
Ständiges Frösteln adieu - Wärmeübung - Autogenes Training

Ständiges Frieren adieu – Wärmeübung

von Bianca 0
DIESER ARTIKEL IST TEIL 4 von 6 DER SERIE Autogenes Training

Sich einfach ein paar warme Gedanken machen und ständiges Frieren gehört der Vergangenheit an – das wäre schön. Geht nicht? Geht doch – mit der Wärmeübung des Autogenen Trainings.

Mit Ruheübung und Schwereübung haben wir uns in unserer Serie über das Autogene Training hier im Magazin ja bereits beschäftigt. Wer sich noch einmal den generellen Ablauf der Übungen anschauen will, schaut bitte bei der Ruheübung nach. Nun folgt die Wärmeübung, die eigentlich gar nicht so klar von der Schwereübung zu trennen ist, aber zur besseren Verständlichkeit widmen wir uns allen Übungen einzeln. 

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Ständiges Frieren – erst Ursachen abklären!

Ständiges Frieren gehört für viele Menschen zum Alltag – insbesondere junge, meistens sehr schlanke Frauen sind betroffen. Aber auch viele ältere Menschen verspüren oft ständiges Frieren und Frösteln. Manchmal können behandlungsbedürftige Grunderkrankungen die Ursache sein – dies sollte daher immer von einem Arzt abgeklärt werden. Eine bestimmte Form der Schilddrüsenerkrankung zum Beispiel kann ständiges Frieren auslösen. 

Ständiges Frieren durch Stress?

Sofern ernste Erkrankungen ausgeschlossen werden konnten (!), kann auch Stress eine Ursache für ständiges Frieren sein. Stress kann  – vereinfacht gesagt – den Durchmesser der Blutgefäße verengen, denn er kann dazu führen, dass sich die Muskulatur in den Blutgefäßwänden anspannt. Das Blut muss nun eventuell mit mehr Druck durch die Gefäße gepresst werden – die Gefahr von Bluthochdruck wächst. Aber auch Durchblutungsstörungen können eine Folge der stressbedingten Engerstellung der Gefäße sein – bestimmte Körperregionen werden nicht mehr optimal durchblutet, wodurch sie meist auch weniger Wärme zugeführt bekommen. Schon hat man als Ergebnis kalte Hände und Füsse. Ist Stress ein Dauerzustand, kann er auf diese Weise eben auch ständiges Frieren auslösen. 

Ständiges Frieren adieu – hallo wohlige Wärme!

Nun die gute Nachricht – stressbedingtes ständiges Frieren kann recht gut mit Autogenem Training bekämpft werden. Und mit ausreichend Übung auch durchaus sehr schnell. Vorbei sind die Zeiten, in denen man klappernd auf den nächsten Bus gewartet hat. Einfach ein paar warme Gedanken machen und schon fühlen wir uns wie am karibischen Strand. Zugegeben, das ist ein wenig übertrieben. Kommen wir also zur Realität: Bei der Anwendung der Wärmeübung suggeriert man sich einfach ein Gefühl der angenehmen Wärme im ganzen Körper, so wie man sich bei der Schwereübung angenehme Schwere suggeriert hat. In Kombination mit der Schwereübung sorgt dies zunächst für Entspannung der Muskulatur – auch in den Gefäßwänden –  und damit auch für eine bessere Durchblutung. Wohlige Wärme kann sich ausbreiten. So wird auch deutlich, warum Schwere- und Wärmeübung nicht gut voneinander zu trennen sind. Natürlich funktioniert das alles nicht immer unbedingt beim ersten Mal. Wie überall im Leben macht Übung den Meister. Aber ein wenig Einsatz lohnt sich ja, um ständiges Frieren endlich loszuwerden.

Die Wärmeübung

Bei der Wärmeübung geht man ähnlich vor wie bei der Schwereübung, indem man sich suggeriert, der ganze Körper sei angenehmen warm. Auch hier kann man sich erst einem Arm, dann dem anderen, dann Schultern, Kopf, Oberkörper, Bauch, Beinen und Füßen zuwenden. Es dauert gerade am Anfang eine ganze Weile, bis man die Wärme tatsächlich spürt. Das ist normal und sollte niemanden entmutigen. Hat man Schwere- und Wärmeübung erst einmal verinnerlicht, kann man sie auch kombinieren. Mit einiger Übung kann man dann die Formeln zusammenführen. Der Ablauf könnte dann folgendermaßen sein:

Ich bin ganz ruhig (Ruheformel)
Mein ganzer Körper ist ganz angenehm schwer und warm.
Ich bin ganz ruhig (Ruheformel)

Wie immer gilt, dass dies keine vollständige Übungsanleitung darstellen soll, sondern nur zur Verdeutlichung für Interessierte dient.

Ständiges Frieren im Alltag bekämpfen

Kommen wir zurück zur Bushaltestelle. Natürlich kann man die Zeit dort nutzen, um ein wenig zu üben! Anstelle sich auf das Klappern der Zähne, pfeifenden Wind und ständiges Frieren zu konzentrieren, kann man auch einmal versuchen, innere Bilder von Wärme und Behaglichkeit aufsteigen zu lassen. Vielleicht sieht man innerlich tatsächlich einen fantastischen Sandstrand unter Palmen oder man liegt in Gedanken vor dem knisternden Kaminfeuer, spürt die angenehme Wärme auf der Haut. Ein wenig gedankliche Ablenkung, innere Entspannung und ausreichend Übung können ständiges Frieren dann möglicherweise im Zaum halten. Und was an einer eisigen Bushaltestelle funktioniert, funktioniert dann bestimmt auch unter weniger extremen Bedingungen. Beim Autogenen Training etwa. Diese inneren Bilder können sehr hilfreich beim Üben sein. Aber Achtung! Bei aller Tagträumerei an der Bushaltestelle oder wo auch immer sollte man sich und andere natürlich nie in Gefahr bringen. Den Verkehr und die allgemeine Situation um sich herum sollte man selbstverständlich niemals ausser Acht lassen. Sicherheit geht vor, ständiges Frieren hin oder her.

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Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.