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09
06
2014
Motivation

Selbstständig – was motiviert Dich?

von Bianca 0

Peer Wandiger von Selbständig im Netz hat zu einer sehr interessanten >>Blogparade zum Thema Motivation in der Selbstständigkeit aufgerufen.

Das ist doch genau das richtige Thema für Loveyourtime! Daher freue ich mich sehr über die Möglichkeit, daran teilnehmen zu können.

Die richtige Motivation ist nicht einfach nur wichtig in der Selbstständigkeit. Sie ist kriegsentscheidend.

Sie ist es, die das Feuer schürt.
Sie lässt es brennen. Voraussetzung ist, man weiß, >>wofür man brennt.
Und darum lässt sie einen immer wieder an den Schreibtisch oder den sonstigen „Tatort“ zurückkehren, egal wie schön die Sonne draußen scheint.
Das ist für jeden Selbstständigen überlebenswichtig. Punkt.
Schließlich gibt es keinen Chef, dessen strenger Blick einen dazu nötigen würde.
Aber was ist denn die richtige Motivation?

Geld als Motivation?

Viele halten Geld für eine gute Motivation. Aber ist es nicht eher eine Notwendigkeit?
Wer mit seiner Selbstständigkeit nichts verdient, wird sie nicht lange betreiben können. So will es nun einmal die Realität, welcher schon unzählige kreative Existenzgründungen zum Opfer gefallen sind.
Wer Geld aber als alleinigen Motivationsfaktor betrachtet, läuft vor allem zu Beginn einer Selbstständigkeit Gefahr, schnell die Lust zu verlieren.

Denn die Geschichte vom Startup, deren smarte Gründer eine solch unfassbar geniale Idee haben, dass es über Nacht regelrecht gehypt wird, zum Stern am Exitenzgründerfirmament avanciert und von willigen Investoren mit Geld beworfen wird, ist zwar schön medienwirksam, aber nur schwer umsetzbar.

Ohne Leidenschaft ist alles Nichts.

In Wahrheit heißt es sehr viel öfter:

  • Gürtel enger schnallen.
  • Ärmel hochkrempeln.
  • Sich die ein oder andere blutige Nase holen.
  • Auch schon einmal eine schlaflose Nacht verbringen.
  • Hinfallen.
  • Zweifeln.
  • Sich aufrappeln.
  • Den Gürtel noch etwas enger schnallen.
  • Die Not schätzen lernen, denn Not macht erfinderisch.
  • Noch etwas härter arbeiten.
  • Noch besser.
  • Und noch etwas.
  • Und dann, dann zahlt sich das Ganze wahrscheinlich auch irgendwann in klingender Münze aus.

Aber um dahin zu kommen, ist es sehr hilfreich, noch von etwas anderem als nur vom Kontostand motiviert zu werden.

Und für dieses etwas sollte man sich wirklich begeistern können, es mit Leidenschaft verfolgen. Man sollte dafür lichterloh brennen, auch in den Zeiten, in denen man damit eben noch kein Vermögen verdient. Das ist die richtige Motivation.

Das lässt durchhalten.
Das ist auch der beste Garant dafür, hervorragende Qualität und innovative Ideen abzuliefern.
Und die wiederum sind der beste Garant dafür, irgendwann tatsächlich genug Geld mit der eigenen Selbstständigkeit zu verdienen.

Diese Motivation kann für jeden etwas anderes sein. Aber sie wird irgendetwas mit Flow zu tun haben – damit, in dem, was man tut, völlig aufzugehen.
Flow ist immer ein Indikator für hohe Motivation, die von innen kommt. Intrinsisch also.
Aber das ist nur ein Wort.
Viel wichtiger ist das gute Gefühl, welches sich dabei aufbaut.
Das nachhaltig wirkt.
Das einen antreibt.
Jeden Tag aufs Neue.

Die Motivation der kleinen Dinge.

Soweit zum großen Ganzen. Wie aber sieht es im profanen Alltag aus?
Die Sonne lacht, das Bett ist in den frühen Morgenstunden noch so herrlich gemütlich, der beste Film im Programm kommt nun einmal erst um Mitternacht und überhaupt gibt es zahlreiche Dinge, die die eigenen Pläne durchkreuzen können.
Als Selbstständiger kommt man da schon einmal in Versuchung.
Oh ja, diese Versuchungen. Wie Sahnetörtchen lachen sie einen an – überall – und wie Sahnetörtchen sind sie nicht ohne Nebenwirkungen zu haben.

  • Wie schafft man es also morgens pünktlich an den Schreibtisch?
  • Wie motiviert man sich dazu, bei strahlendem Sonnenschein brav im Büro zu bleiben? Nicht einfach alles stehen und liegen zu lassen und draußen das Leben zu genießen?

Hilfreich kann es sein, sich immer wieder vor Augen zu führen, warum man das Ganze eigentlich macht. Wobei wir wieder bei der übergeordneten Motivation als großem Ganzen wären. Aber auch die zahlreichen kleinen Vorteile, die eine Selbstständigkeit bietet, können einen bei der Stange halten.

  • Selbstbestimmtes Arbeiten.
  • Die Möglichkeit, immer wieder Neues ausprobieren zu können, ohne erst einen Antrag durch zwanzig Abteilungen absegnen zu lassen.
  • Die Genugtuung, einen wirklich absolut nervigen Kunden auch schon einmal auf Eis legen zu können, ohne dass einem der Chef hysterisch aufs Dach steigt.
  • Die Option, das eigene Büro pink streichen zu können, ohne dass es jemand verhindern könnte. Oder schwarz.

Kurz gesagt: Ein Stück persönlicher Freiheit.

Es gibt zahlreiche angenehme Nebeneffekte einer Selbstständigkeit, und jeder wird andere für sich ausmachen können.

Fragen stellen. Dir selbst. Immer wieder.

Deshalb halte ich es für absolut motivationserhaltend, sich ruhig immer wieder zwei Dinge vor Augen zu halten:

1. Wofür mache ich das alles? Was daran verfolge ich mit echter Leidenschaft? Was daran erfüllt mich? Was an dem, was ich tue, liebe ich so sehr, dass ich es nie mehr aufgeben möchte? Was mache ich durch meine Hingabe und Leidenschaft so gut, dass andere bereit sind, dafür zu zahlen? Was möchte ich hinterlassen?

2.  Welche zahlreichen kleinen, positiven Nebeneffekte der Selbstständigkeit schätze ich so sehr, dass ich sie sehr vermissen würde, wenn ich sie aufgeben müsste?

Wer sich diese Fragen immer wieder ernsthaft stellt und beantwortet und sich die Antworten zwischendurch öfter in Erinnerung ruft, sollte die eigene Motivation immer wieder aufs Neue entfachen können, wenn es kriselt.
Und es wird kriseln.
Immer mal wieder.
Darauf muss man gefasst sein.
Wer das nicht erträgt, ist für eine Selbstständigkeit nicht wirklich geeignet.
Krisen gehören dazu.
Durch die richtige, nachhaltige Motivation kann man sie überwinden, ein ums andere Mal.
Die Erfolge kann man dann umso mehr genießen.

 

Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.

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