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20
02
2015
Selbstsabotage

Selbstsabotage – Angst

von Bianca 0

Eigentlich klingt es ja absurd, aber viele Menschen stehen sich selbst im Weg.
Sie scheinen alles dafür zu tun, ihre eigenen Pläne zu vereiteln. Natürlich nicht mit voller Absicht und es sieht auch eher nach Pech oder Unglück aus.

Wenn sie jedoch rückblickend im Stillen ganz ehrlich zu sich selbst sind, sind sie doch nicht immer ganz unbeteiligt am Fehlschlag.
Sie hätten im entscheidenden Moment mehr machen oder anders reagieren können, hätten vielleicht nur zugreifen und die Chance beim Schopfe packen müssen.

Stattdessen haben sie gekniffen, den Moment vorüberziehen lassen oder eine Option gewählt, von der sie wussten, dass es nicht die bestmögliche ist. 

Menschen neigen dazu, sich selbst zu sabotieren. Es gibt zwei Faktoren, die dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Der eine Grund ist die Angst vor Veränderung. Der andere die Angst davor, aus der Gruppe herauszustechen. 

Angst, aus der Gruppe heraus zu stechen

Jeder von uns lebt in sozialen Gruppen. Es gibt engere Gruppen wie Freunde oder Familie. Es gibt größere Gruppen wie einen Verein oder alle Arbeitskollegen aller Abteilungen eines Unternehmens zusammen. Natürlich sind auch alle Einwohner eines Landes eine Gruppe und letztendlich sind alle Menschen zusammen die größte soziale Gruppe.

Aber betrachten wir die etwas engeren Gruppen. Das sind die Menschen, mit denen wir den Alltag teilen. Gruppenzugehörigkeit war im Laufe der Evolution überlebenswichtig. Niemand konnte lange in der unwirtlichen Natur allein überleben. So entwickelten sich auch Symbole, die die Gruppenzugehörigkeit signalisierten. Vereinswappen sind zum Beispiel ein Symbol, welches auch heute noch aktuell ist. 

Negativ aus der Gruppe heraus stechen wollte und will niemand. Deshalb werden Fehler mit aller Kraft vermieden. Wer einen Fehler macht, fällt natürlich erst einmal unangenehm auf. Das möchte niemand. Wer zu viele Fehler macht, wird vielleicht auch als schwaches Glied identifiziert – und das will natürlich erst recht niemand sein. Zu groß ist die Angst vor dem Ausschluss aus der Gruppe!

Viele Menschen gehen daher mit Fehlern ziemlich verkrampft um. Sie schämen sich dafür, ärgern sich über sich selbst und versuchen es beim nächsten Mal lieber erst gar nicht mehr. Wer Fehler macht, bietet anderen eine Angriffsfläche – das soll unbedingt vermieden werden.

Wer nicht wagt, macht auch keine Fehler. Also werden Chancen nicht ergriffen – weil man ja eventuell auch daneben greifen könnte! 

Wie verhält es sich aber damit, positiv aus einer Gruppe heraus zu stechen?

Das müsste doch schon eher gehen! Natürlich sehnen sich die meisten Menschen danach, für irgendetwas bewundert zu werden – dafür müssen sie aber auch irgendetwas besser können als andere.

Dennoch gibt es eine Kehrseite.

Erfolg kann Neider auf den Plan rufen, kann zu Klatsch und Tratsch führen. Das ist ziemlich unangenehm. Und wer ganz oben ist, wird auch ganz genau beobachtet. Wer dann einen Fehler macht, kann ihn in der Regel schlechter vertuschen als jemand, der in der grauen Masse schwimmt. Davor haben viele Angst.

Wie heißt es so schön? Wer hoch fliegt, kann tief fallen. KANN, muss jedoch nicht. Aber dies wird leider oft vergessen. Allein schon die Formulierung des Sprichwortes sagt viel über die Einstellung unserer Gesellschaft. Es gehört also eine ganze Menge Mut dazu, im Rampenlicht zustehen. Den muss man erst einmal aufbringen. 

Angst vor Veränderung

Noch eine andere Angst sorgt dafür, dass wir uns selbst knebeln – die Angst vor Veränderung.

  • Ein Ziel zu erreichen geht immer mit einer Veränderung einher.
  • Veränderungen bedeuten Unsicherheit, denn sie sind meist Neuland.
  • Und am liebsten agieren die meisten Menschen auf bekanntem Terrain.

Auch das macht Sinn, es sicherte evolutionär das Überleben, den Status quo. Aber es bremst auch aus. Dass große Veränderungen Angst machen können, ist verständlich. Allerdings haben manche Menschen eine regelrechte Phobie vor Veränderungen entwickelt, die ihnen schon den Schweiß auf die Stirn treibt, wenn sie nicht das gleiche Toastbrot wie üblich auf dem Frühstücksteller liegen haben. 

Das Geheimnis des Erfolges

Die wirklich erfolgreichen Menschen auf dieser Welt haben oftmals eines gemeinsam: Sie haben viele Fehler gemacht, sind gestolpert, hingefallen – und wieder aufgestanden.

Schämen sie sich für Ihre Fehler? Nein. Denn sie wissen, das gehört dazu. Und sie schätzen jeden Fehler, weil er ihnen wieder etwas beigebracht hat. Nach jedem Fehler sind sie schlauer als vorher. Veränderungen schätzen sie, weil sie wissen, dass sie ohne nicht von der Stelle kämen. 

Wie überwinden sie aber die Angst? Wie machen das die Erfolgreichen?

Mit Leidenschaft.
Wenn Du das, was Du anstrebst, so sehr willst, dass Du alles – Fehler, Scheitern und Gerede – in Kauf nimmst, dann überwindest Du diese Angst.
Du kennst das sicher auch von Dir.
Wenn Du etwas wirklich vollkommen, absolut und unbedingt wolltest, hast Du dann nicht alle Hebel in Bewegungen gesetzt?
Bist nicht auch Du dann über Dich hinaus gewachsen, hast Dich Dinge getraut, die Du sonst nie gewagt hättest? 

Um diese Kräfte zu entfesseln, musst Du aber wissen, was Du willst. Was Du wirklich aus tiefster Seele willst. Und schon sind wir wieder an dem Punkt, um den es sich hier im Blog meistens dreht: Warum es so wichtig ist, das zu finden, was Du liebst. Das ist der größte Antrieb, den Du Dir wünschen kannst.

Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.

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