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07
11
2013
Fit durch den Winter mit Salz- Love your time

Fit durch den Winter mit Salz

von Bianca 0

Alles Salz kommt ursprünglich aus dem Meer – so wie auch wir.

Wir benötigen Salz für zahlreiche Körperfunktionen wie den Zellstoffwechsel, die Verdauung, die Nierenfunktion, Nerven- und Muskelaktivität, Regulierung des Wasserhaushaltes. Eine isotonische Kochsalzlösung mit 0,9% Kochsalz hat sehr ähnliche Flüssigkeitseigenschaften wie unser Blutplasma. Wasser und Salz sind also eng mit uns verbunden.

Salz in der Nahrung

Salz ist lebensnotwendig. Natürlich macht wie so oft die richtige Dosis den Unterschied – die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, weniger als 5 Gramm pro Tag zu sich zu nehmen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck vorzubeugen. Das entspricht gerade einmal einem Teelöffel. Die meisten Europäer liegen laut Experteneinschätzung mit ihrem Konsum deutlich über diesem Wert und kommen auf etwa 8 bis 11 Gramm – viel Salz versteckt sich laut WHO in Fertigprodukten, Knabbereien und Käse, aber auch in Erzeugnissen der Fastfoodindustrie.
Heute soll es aber einmal nicht um dieses leidige Thema gehen, denn mit Salz lässt sich viel mehr anstellen, als nur unsere Speisen zu würzen.

Fit durch den Winter mit Salz

Natürlich kann uns kein Salz der Welt garantieren, die kalte Jahreszeit ohne Erkältungskrankheiten zu überstehen. Dennoch gibt es einige Möglichkeiten, uns mit Salzprodukten etwas Gutes zu tun und unser Wohlbefinden zu fördern. Folgende Hinweise stellen natürlich keinerlei Ersatz für eine medizinische Beratung dar. Ob und in wieweit die Anwendungen überhaupt durchgeführt werden dürfen, muss immer individuell mit einem Arzt besprochen werden.

Wohltuend – ein wärmendes Bad mit Salz aus dem Toten Meer

Dass insbesondere Salz aus dem Toten Meer positive Auswirkungen auf die Haut haben kann, ist mittlerweile anerkannt. Seine Zusammensetzung unterscheidet sich übrigens deutlich von der des normalen Meerwassers. Ans Tote Meer muss deshalb aber niemand reisen – das Salz ist im Handel fertig abgepackt erhältlich und kann ins heimische Badewasser gegeben werden. Gerade in der kalten Jahreszeit kann man anstelle eines Schaumbades auch einmal ein Bad mit Salz aus dem toten Meer nehmen. Das wärmt die Lebensgeister – und wenn wir damit nebenbei noch unserer Haut etwas Gutes tun, umso besser. Meist verwendet man 500g Salz für ein Vollbad. Das Wasser sollte dabei natürlich nicht zu heiß und die Badedauer nicht zu lang sein, um den Kreislauf nicht zu belasten.

Nasenspray mit Meerwasser – die sanfte Alternative

Ein solches Nasenspray befeuchtet die Nasenschleimhäute, was bei gerade im Winter oft trockenen Nasen wohltuend sein kann. Zudem behaupten einige Verfechter dieser Anwendung, dass sich in einer gut befeuchteten Nasenschleimhaut Bakterien nicht so leicht festsetzen können, was gerade zur Schnupfenzeit von Vorteil sei. Ob die Sprays dabei nun tatsächlich vorbeugend wirken oder nicht – einen großen Vorteil gegenüber chemischen Nasensprays gibt es auf jeden Fall: Die Meerwassersprays machen nach allgemeiner Auffassung nicht abhängig. Die chemischen Varianten sollte man besser nur dann benutzen, wenn man wirklich keine Luft mehr durch die Nase bekommt und dann auch nur für einen sehr begrenzten Zeitraum. Hinweise dazu finden sich in den Packungsbeilagen. Man sollte aber stets in der Apotheke oder beim Arzt noch einmal genau nachfragen, auch was bestimmte Kontraindikationen betrifft. Meerwassersprays gibt es in Apotheken und auch in Drogeriemärkten, in denen sie teilweise schon recht günstig angeboten werden.

Waschgang für die Nase – Nasendusche

Eine Behandlung mit einer Nasendusche reinigt und befeuchtet die Nase mit einer isotonischen Salzlösung, kann Pollen und Staub ausspülen, angeblich sogar Bakterien und zähen Schleim. Daher wird sie oft als hervorragendes Mittel zur Vorbeugung von Erkältungen empfohlen. Allerdings gibt es auch anderslautende Meinungen, z.B. die der Deutschen Lungenstiftung e.V. Diese spricht sich zumindest gegen einen rein vorbeugenden Dauergebrauch aus, da permanente Anwendung die Schleimhäute schädigen könne und somit Infektionen erst recht entstehen könnten. Daher solle man nur bei akuten Infektionen für einen begrenzten Zeitraum darauf zurückgreifen. In diesem Zusammenhang gibt es dann aber wiederum auch Stimmen, die bei einer starken Vereiterung der Nebenhöhlen ebenfalls davon abraten. Die Meinungen gehen also sehr weit auseinander. Letztendlich scheint es am sichersten, vor dem Gebrauch einfach einmal beim eigenen Haus- oder HNO-Arzt nachzufragen, um kein Risiko einzugehen. Diese können die jeweilige Situation und den individuellen Krankheitsverlauf am besten einschätzen.
Man erhält in Drogerien und Apotheken Nasenkannen, die mit Wasser und Salz befüllt werden. Es gibt dort ebenfalls fertige Portionsbeutel Nasenspülsalz, welche die richtige Salzkonzentration sicher stellen. Sie werden in die Nasenkanne entleert und diese mit Wasser aufgefüllt. Das Wasser sollte körperwarm sein, also weder kalt noch zu heiß. Man kann alternativ zu den Portionsbeuteln auch 9 Gramm reines Meersalz oder Kochsalz auf einen Liter Wasser geben bzw. entsprechend weniger in einen halben oder viertel Liter, so dass man eine 0,9 prozentige Lösung erhält. Eine höhere Konzentration kann die Schleimhäute reizen, eine niedrigere Konzentration auch. Wem das zu heikel oder aufwändig ist, der sollte bei den Portionsbeuteln bleiben. Bei der Wahl des Salzes scheiden sich die Geister. Ob man neben reinem Meer- oder Kochsalz auch normales Speisesalz nehmen kann, darin scheint man sich nicht einig zu sein. Speisesalz kann Rieselhilfen oder andere Zusätze wie Fluor enthalten. Manche dieser Stoffe könnten laut Aussage der Kritiker möglicherweise bei empfindlichen Personen die Nasenschleimhäute reizen.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, fragt seinen Arzt, welche Art von Salz für ihn geeignet ist. Schilddrüsengeplagte interessiert hierbei vielleicht auch der jeweilige Jodanteil. Wurde aus medizinischer Sicht grünes Licht gegeben, muss jeder für sich entscheiden, ob er eine Nasenspülung als wohltuend empfindet. So manch einer schwört jedenfalls darauf und möchte nicht mehr auf seine Nasenkanne verzichten.

Salzgrotte – Entspannung in der Meeresbrise

Salzgrotten sind moderne Wellness-Anlagen. Es handelt sich dabei um einen Raum, der einer Salzhöhle nachempfunden ist. Die Wände sind mit Salz verkleidet, der Boden ist dick mit losem Salz bedeckt, Gradierwerke und Vernebelungsanlagen sorgen für ein besonderes, salzangereichertes Klima. Die Lufttemperatur liegt meist um die 20 Grad herum. Das Licht in dieser künstlichen Salzhöhle ist gedämmt, teilweise kann man ein leichtes Farbspiel beobachten. Gute Salzgrotten legen Wert auf ein angenehmes Ambiente, in welchem sich der Alltag einfach einmal ausblenden lässt. Mehrere Liegen befinden sich in der Höhle, auf denen man sich bequem niederlassen kann. Man betritt die Grotte in normaler Bekleidung, allerdings ohne Schuhe, um das Salz am Boden nicht zu verschmutzen. Über die Socken zieht man Plastikschoner, die man vor Ort erhält. Wem die Raumtemperatur zu frisch ist, der kann auf eine der im Regelfall bereitliegenden Decken zurück greifen. Während des Aufenthaltes in der Grotte kann leise, entspannende Hintergrundmusik oder Meeresrauschen unterstützend eingesetzt werden.

So kann man, wenn man die Augen schließt, tatsächlich das Gefühl haben, an einem Strand zu liegen.
Die Luft schmeckt salzig, das Klima ist angenehm und um einen herum herrscht entspannende Ruhe.

Manche Grottenbetreiber werben gerne damit, dass ein Aufenthalt von 45 Minuten so erholsam sei wie ein ein- bis dreitägiger Aufenthalt am Meer. Empfohlen wird die Anwendung bei Atemwegserkrankungen und Hautirritationen, wobei der tatsächliche Nutzen aber noch nicht zweifelsfrei wissenschaftlich bewiesen werden konnte. Es handelt sich daher auch eher um eine unterstützende Maßnahme, deren Wirksamkeit jeder für sich beurteilen muss. Wer an einer Schilddrüsenüberfunktion leidet oder auch an einer Jod-Unverträglichkeit, sollte vor dem Besuch einen Mediziner zu Rate ziehen. Recht entspannend können die Grotten auf jeden Fall sein – vorausgesetzt, die Mitbesucher verhalten sich entsprechend rücksichtsvoll. So manch ein Gast ist vor lauter Entspannung schon eingeschlafen und hat die anderen Benutzer mit seinem Schnarchen beglückt.

Unterstützung für die Haut – Solesalbe

Salben oder Cremes mit Natursoleanteil (Sole = Salzlösung) können wohltuend und pflegend wirken bei sehr trockener oder rissiger Haut. Es gibt sie von unterschiedlichen Herstellern und mit unterschiedlichem Soleanteil sowie mit diversen weiteren Bestandteilen wie etwa Urea. Da man gerade im Winter oft unter trockenen Händen oder trockener Gesichtshaut leidet, kann so eine Behandlung hilfreich sein. Je nach Zusammensetzung können die Produkte laut Herstellerangaben auch bei Neurodermitis oder Schuppenflechte unterstützend eingesetzt werden. Welches Produkt das richtige ist, muss ausprobiert werden. In Apotheken wird man dazu sicher gerne Auskunft geben. Die Salben oder Cremes sind auch in Drogeriemärkten und teilweise bei Discountern erhältlich.

Salz liegt in der Luft – Soleinhalation

Bei Atemwegserkrankungen, die im Winter besonders häufig auftreten, wird gerne auf Inhalationsanwendungen zurück gegriffen. Dabei unterscheidet man zwischen Anwendungen mittels Dampfinhalator und Ultraschallvernebler. Der Dampfinhalator ist die moderne Ausgabe der guten, alten Küchenschüssel, in die heißes Wasser gegeben wurde, dessen Dampf man unter einem einem großen Handtuch einatmete. Da hierbei aber die Gefahr von Verbrühungen besteht, nutzt man heute in der Regel besser den modernen Dampfinhalator. Die elektrische Version erzeugt den Dampf selbst, in die meist günstigere manuelle Variante wird heißes Wasser eingefüllt. Der entstehende Dampf erreicht allerdings nur die Nasenschleimhäute. Möchte man zusätzlich die Bronchien befeuchten, empfehlen sich Ultraschallvernebler, die sehr feine Tröpfchen erzeugen, welche bis in die Bronchien gelangen können. Beiden Geräten kann man Solelösungen zusetzen. Durch die Inhalationsanwendung werden gereizte Atemwege befeuchtet und festsitzendes Sekret kann eventuell leichter gelöst werden. Bezüglich Solekonzentration und Kontraindikationen sollte man den Arzt oder Apotheker befragen. Zu beziehen sind Inhalatoren zum Beispiel in Apotheken oder Drogerien, je nach gewünschtem Gerät auch in Elektronikabteilungen von Supermärkten und Kaufhäusern oder im Elektrofachhandel.

Salz – das weiße Gold – bietet uns also zahlreiche Möglichkeiten, mit denen wir gerade im Winter etwas für Wohlbefinden, Entspannung und Gesundheit tun können. Es kommt ganz auf den persönlichen Geschmack, die individuelle Krankheitsgeschichte und mögliche Kontraindikationen an, welche davon man gerne anwendet. Eine ganz eigene Geschichte erzählen uns übrigens die basischen Salze. Informationen dazu gibt es im Artikel über basische Lebensmittel.

Wer mehr über die Entstehung von Salz wissen möchte, kann sich in einem interessanten Beitrag von Silvio Wenzel auf www.planet-wissen.de darüber informieren.

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Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.