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12
02
2014
Fernsehkonsum

Die Zeitinsel – und wieder 21 Stunden

von Bianca 0

Wieviel Sport haben Sie diesen Monat eigentlich schon getrieben? Und haben Sie sich auch regelmäßig etwas Gesundes gekocht? Und wie oft haben Sie Ihre Freunde einfach so zum Quatschen getroffen? 

Fernsehkonsum

Ach so, Sie haben dafür gar keine Zeit? Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Zeit ist Mangelware heutzutage. 

Zwischen Job, Haushalt, Garten, Einkäufen und Pflichtterminen bleiben nicht viele freie Stunden übrig. Auch die Kinder erziehen sich nicht von allein und der Hund möchte zwar gerne allein Gassi gehen, das würde allerdings nur zu verwüsteten Beeten in der Nachbarschaft führen.

Zeit für die Insel

Eine Zeitinsel scheint es aber doch zu geben. Klammheimlich hat sie sich in unserem Leben etabliert. Auf dieser Insel sitzen die Meisten von uns tagtäglich und genießen, was sie zu bieten hat: Das Fernsehprogramm. Dafür zahlen wir mit der Inselwährung: Zeit.

Schaut man sich verschiedene Studien zu Fernsehgewohnheiten an, sitzt der Durchschnittsdeutsche täglich im Schnitt etwa 3 bis 4 Stunden vor der Flimmerkiste. Am Wochenende vielleicht etwas mehr, unter der Woche etwas weniger. Gehen wir doch einfach einmal von 3 Stunden aus. Den zusätzlichen Internetkonsum vernachlässigen wir jetzt einmal, weil der in Zeiten von Notebooks, Tablets und Smartphones ja meist nicht mehr zeitversetzt, sondern parallel zum Fernsehkonsum stattfindet.

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3 Stunden täglich machen 21 Stunden wöchentlich.

21 Stunden! In diese Zeit, in der die eigene Existenz auf einen halben Quadratmeter Couchfläche beschränkt wird, um meist anderen bei einem gespielten Leben zuzuschauen, würde eine ganze Menge echtes Leben passen.

Man könnte in diesen 21 Stunden…

  • … 3 mal pro Woche eine Stunde Sport treiben und damit schon die gängigen Empfehlungen zur Gesunderhaltung erfüllen (macht also 3 Stunden)
  • … sich einmal mit Freunden für einen Kinoabend oder zum Essen verabreden (3 Stunden)
  • …zweimal pro Woche einem Hobby nachgehen (insgesamt 4 Stunden)
  • … täglich eine halbe Stunde mehr Zeit nehmen, um gesünder zu kochen (insgesamt 3,5 Stunden)
  • … sich dreimal pro Woche Zeit für Entspannung nehmen – baden, saunen, sich massieren lassen (4,5 Stunden)
  • … bleiben immer noch weitere vier Stunden, die man zusätzlich für seinen Partner, seine Kinder, Freunde und Familie übrig hätte…

Und nun sage noch einmal jemand, der diese 21 Stunden tatsächlich vor dem Fernsehgerät verbringt, er habe keine Zeit!
Er hat sich lediglich dafür entschieden, sich auf der Zeitinsel in die Hängematte der eigenen Bedeutungslosigkeit zu legen. Tag für Tag.

Nun muss man ja das Fernsehen nicht gleich ganz aus dem Leben verbannen. Im Gegenteil – manchmal findet man ja tatsächlich Sehenswertes und Interessantes und wenn man sich dafür bewusst entscheidet und es sich auch bewusst anschaut, kann von Zeitverschwendung nicht wirklich die Rede sein.

Aber bevor man wieder einmal auf die Werbepausen wartet, um schnell zum Kühlschrank zu laufen, nur um sich zwischen den Werbepausen dann vor Langeweile durch alle Programme zu zappen, kann man es auch gleich ganz lassen und sich stattdessen wichtigeren Dingen zuwenden. Dem eigenen Leben zum Beispiel. 

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Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.