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09
06
2014
Leidenschaft

Das Feuer in Dir

von Bianca 0

Worum es in diesem Beitrag geht?

Darum, sich wieder daran zu erinnern, was es bedeutet, für ein Ziel so leidenschaftlich zu brennen, dass nichts und niemand uns davon abhalten könnte, dieses Ziel zu erreichen. Egal, wie weit es von der eigenen Komfortzone entfernt ist.

Oftmals gleicht dieses innere Feuer ja vielmehr einem ausgeglühten Streichholzstummel als einer brennenden Fackel.
Es scheint unendlich schwer zu sein, genügend Motivation aufzubringen, um die Pläne und Ziele, die wir einmal gefasst haben, in die Tat umzusetzen.
Dabei kennen wir es alle, dieses Gefühl des Brennens, des Flows, des völligen Aufgehens in dem, was wir gerade tun.

Erinnere Dich!

  • Kinder sind ein besonders schönes Beispiel.
    Sie fiebern jedes Jahr in der Adventszeit voller Ungeduld dem einen, ganz besonderen Tag entgegen, an dem sie ihre Wünsche und Kinderträume mit bunten Schleifen versehen unter dem Weihnachtsbaum zu finden hoffen.
    Sie können vor Aufregung kaum noch einschlafen, je näher der große Tag kommt.
    Aber auch viel einfachere Dinge können Kinder so gefangen nehmen, dass sie an nichts anderes mehr denken können.
    Ein Buch zum Beispiel oder ein Film, aber auch das Spielen im Freien an schönen Sommertagen.
    Kannst Du Dich an die vor Feuereifer glühenden Ohren erinnern, die Du als Kind in solchen Situationen hattest?
  • Echtes Verliebtsein ist auch so eine Sache. Weder Nahrungsaufnahme noch Schlaf scheinen für einen verliebten, menschlichen Organismus noch irgendeine – sonst doch so lebensnotwendige – Rolle zu spielen.
    Nichts dringt mehr wirklich vor in ein von Liebeshormonen vernebeltes Gehirn außer dem, was mit dem „Objekt der Begierde“ zu tun hat.
    Und würde man über glühende Kohlen laufen müssen, um ans Ziel zu kommen, man würde es tun ohne mit der Wimper zu zucken.
    Sich aufhalten lassen? Von welcher Armee?! Weißt Du noch, wie das war?
  • Es gibt noch ein aktuelles Beispiel: Eine Fußballweltmeisterschaft. Sie entflammt ganze Völker, die in der Folge wie EIN Mann hinter der Mannschaft stehen, auf die sie ihre Träume projizieren. Ich kenne Dich nicht, aber es ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass auch Du ein Teil dieses Phänomens sein wirst, wenn es wieder losgeht. Du stehst nicht selbst auf dem Platz, aber es würde wahrscheinlich keinen Unterschied machen. Voller Anspannung, voller Leidenschaft und je nach Spielverlauf voller fast schmerzhafter Aufregung, mit hochroten Wangen verfolgst Du das Spiel und Du willst nur eines: endlich die Armee jubelnd nach oben reißen und deine Begeisterung, DEINEN Sieg nach draußen schreien.
    Erinnerst Du Dich noch an das letzte Mal?

Bedürfnisse, Bedürfnisse, Bedürfnisse

Warum ist das alles eigentlich so? Ist das nicht alles völlig irre?
Objektiv betrachtet: auf jeden Fall!
Und dennoch gibt es eine Logik.

Alle genannten Beispiele haben eines gemeinsam: Es geht um Bedürfnisse. Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen. Bedürfnisse nach sozialer Anerkennung, Zugehörigkeit und Interaktion, nach Freude, nach Spiel, nach Liebe. Jedes Ziel, welches wir uns setzten, soll nicht um seiner Selbst willen erreicht werden, sondern um die dahinter versteckten Bedürfnisse zu befriedigen.

Sind die Bedürfnisse stark genug, setzen wir alles daran, das Ziel zu erreichen. Wir entwickeln geradezu ungeahnte Kräfte. Wir entflammen. Und so leicht löscht uns dann keiner mehr.

  • Wie sieht es aus mit dem Ziel, beruflichen Erfolg zu haben? Die Bedürfnisse dahinter können bei jedem unterschiedlich ausgeprägt sein, bewegen sich aber oft im Bereich Anerkennung, Selbstwirksamkeitserfahrung und Absicherung.
  • Und der Plan, die Wohnung endlich zu renovieren? Hier könnte es um das Bedürfnis nach Wohlfühlen, Ordnung und Anerkennung gehen, aber auch darum, einen Lebensabschnitt zu beenden, alte Erinnerungen loszuwerden.
  • Ein sicher sehr prominentes Beispiel: Das Ziel, möglichst viel Geld zu besitzen. Warum? Weil die Zahl auf dem Kontoauszug so schön aussieht? Sicher nicht. Es geht darum, alles tun oder kaufen zu können, was wir wollen. Den Job an den Nagel zu hängen und der Berufung zu folgen. Hinter dem Ziel „viel Geld“ steckt also die größte Ansammlung an Bedürfnissen überhaupt. Ob das nun moralisch vertretbar ist oder nicht, soll an dieser Stelle nicht Thema sein.
    Es geht um Motivation, um Feuer, um die Magie der Leidenschaft, und dabei entwickeln Bedürfnisse nun einmal eine unglaubliche Macht.

Das Ziel ist also nicht das Ziel. Das Ziel ist das, wovon wir glauben, dass wir damit unsere Bedürfnisse befriedigen können.

Oft sind wir uns dessen nicht bewusst.
Erkennen wir es, orientieren wir uns daran, können wir jedoch ungeahnte Kraftreserven mobilisieren. Und auf einmal gehören wir zu denen, die nicht nur reden, sondern machen.

Also: was willst DU?
Noch wichtiger: Was willst Du WIRKLICH?
Und wie erreichst Du es endlich?

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Bianca

Autor: Bianca

Hi, ich bin Bianca und freue mich, dass Du hier bist. Bereits seit 2012 schreibe ich hier für Dich. Meine Themen sind Selbstverwirklichung, Selbstständigkeit & Marketing/ Positionierung für Solopreneure und kleine Teams. Aber auch gesunde Ernährung ist meine große Leidenschaft. Deshalb schreibe ich auch auf meinem Ernährungsblog Caralethics.de darüber.